Mit verschiedenen Produkten im Bereich „Mobilität der Zukunft“ sind die Stadtwerke Osnabrück bereits seit Jahren etablierter Zukunftspartner vieler Kommunen. Für Andreas Witte, der bei der Kommunalwahl am 13. September Bürgermeister der Stadt Hörstel werden will, steht dabei das Thema Mobilität im ländlichen Raum ganz oben auf der Agenda. Daher informierte er sich im Gespräch mit Lea Hilling, Geschäftskundenbetreuerin der Stadtteilauto GmbH bei den Stadtwerken Osnabrück, direkt vor Ort. Insbesondere interessierte Witte, welche der möglichen Formen, die im urbanen Umfeld bereits länger etabliert sind, auch eine Anwendungsmöglichkeit im ländlichen Bereich haben, welche Entwicklungen sich hier abzeichnen und wie die Stadt Hörstel hier partizipieren und sich entwickeln kann.
„Die fortschreitende Digitalisierung bietet auch ländlichen Kommunen wie der Stadt Hörstel neue Möglichkeiten. Innovative Mobilitätsformen, die wirtschaftlich erfolgreich sind und uns helfen, nachhaltig mobil zu sein, gilt es auch bei uns zu etablieren.“, so Witte, der überzeugt ist, dass neue, datengetriebene Geschäftsmodelle Chancen für eine neue effiziente, klimaschonende und umweltfreundliche Mobilität eröffnen. Konzepte wie Car-Sharing Modelle, Elektroautos, Pedelecs, Lasten-E-Bikes, autonome Fahrzeuge und die neuen Elektro-Roller liegen im Trend. Die Zielgruppe ist dabei oftmals jung und städtisch. Witte interessierte daher in erster Linie, welche Möglichkeiten sich für den ländlichen Raum auch vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft entwickeln lassen.
Ist die städtische Mobilität vor allem durch Kurzstrecken und eine Vielzahl von Verkehrsangeboten geprägt, so ist das Auto im ländlichen Bereich eben oft der einzig sinnvolle Weg, die Notwendigkeiten zu erfüllen. Der ÖPNV, als ein Lösungsweg, steht großen Herausforderungen gegenüber, da ein flächen- und insbesondere kostendeckendes Beförderungsangebot für die hochflexible Dienstleistungsgesellschaft kaum machbar ist.
„Viele dezentrale Einzellösungen wie Nachbarschaftstaxis, Bürgerbusse, Anruf-Sammeltaxis und ähnliche, entstehen in ländlichen Regionen oft aus Eigeninitiative der Menschen. Diese gewähren als gute Ansätze zwar eine Grundmobilität, das Gesamtbedürfnis der Menschen nach Mobilität insgesamt, können sie aber nicht befriedigen“, berichtet Lea Hilling, die sich als Geschäftskundenbetreuerin der Stadtteilauto GmbH bei den Stadtwerken Osnabrück seit Jahren um alternative Mobilitätskonzepte kümmert.
Interessante Ansätze bieten hier die Möglichkeiten, kurze Besorgungsfahrten über Lastenräder zu organisieren. Der Fahrradverkehr, getrieben durch die Welle der Elektrofahrräder, wird weiter zunehmen und es gilt auf jeden Fall, die Infrastruktur sprich Radwege, insbesondere in den Ortslagen der Stadt Hörstel, dafür im Blick zu halten und zu entwickeln. Witte interessierte sich insbesondere für die derzeit laufende Testphase eines autonom fahrenden Elektrokleinbusses in Bad Essen. Diese Fahrzeuge fahren individuell nach vorheriger Buchung unterschiedliche Routen ab. „Hier zeigt sich wie Verbindungen zwischen den Ortsteilen in der Stadt Hörstel perspektivisch organisiert werden könnten“, so Witte, der sich für ein „Testlabor autonome Mobilität“ in der Stadt Hörstel stark machen möchte. Weitere Möglichkeiten könnten sich Wittes Ansicht nach durch Einrichtung von Car-Sharing-Modellen in neuen Wohngebieten und in allen Stadtteilen eröffnen.
Das ländliche Kommunen wie die Stadt Hörstel auf dem Weg zu einer modernen, nachhaltigen und digitalisierten Mobilität noch ein ganzes Stück Wegstrecke zu bewältigen haben, wurde im Austausch mit den Stadtwerken ebenfalls deutlich. So braucht es, um neue individuelle, schnell verfügbare Angebote entwickeln und umsetzen zu können, lokal übergreifende Konzepte und Ansätze mit den umliegenden Kommunen. Dazu zählen vor allem eine flächendeckende und schnelle Mobilfunknetze, die Verfügbarkeit von präzisen digitalen Karten, einfache Sensorik für autonom fahrende Fahrzeuge und nicht zuletzt einfache und pragmatische Nutzungsoberflächen, damit alle Generationen schnell und einfach auf die Angebote zugreifen können. Dabei ist Andreas Witte überzeugt, dass neue Mobilitätsformen trotz dieser Herausforderungen ein Wegbereiter und eine große Chance für die nachhaltige Entwicklung der Stadt Hörstel sein können. „Mobil zu sein bedeutet Lebensqualität und ermöglicht den Menschen in unserer Stadt ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, stellte Witte die hohe Bedeutung dieses Themas heraus.

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