Die nächsten wichtigen Entscheidungen für das Kommunalwahljahr 2020 waren zu treffen und aktuelle Infos zum Kommunalwahlkampf und zur Situation in Bevergern konnten diskutiert werden. Diese Möglichkeit nahmen viele der Bevergerner CDU Mitglieder gerne wahr und folgten der Einladung in die Gaststätte Neier.
Nachdem der Vorsitzende der Bevergerner CDU, Andreas Witte, die Gäste begrüßt hatte ging es an die Formalien, die Benennung der Direktkandidaten und der Reserveliste. 25 Mitglieder der CDU Bevergern votierten hier einstimmig für die vom Vorstand aufgestellten Listen. Es gab keine Gegenkandidaten und keine Kampfabstimmungen. Die Wahlen verliefen rundum harmonisch und die Gewählten vermittelten zuvor in kurzen Vorstellungen eine hohe Motivation, für Bevergern in den nächsten 5 Jahren politisch aktiv zu sein.
Besonders freute sich Witte, dass die Bevergerner CDU die höchsten Neueintrittszahlen im ganzen Stadtverband vermelden könne, obwohl man die kleinste Ortsunion darstelle. In den letzten 24 Monaten gab es nun schon 8 Neumitglieder alleine in Bevergern. Das sei in Zeiten, in dem sich viele nicht festlegen wollten, ein tolles Signal für die Demokratie und für die Arbeit vor Ort und er bekräftigte die Neumitglieder in Ihrer Entscheidung, die auch gerne direkt Verantwortung übernehmen können. „Es gibt da keine Warmlaufphase“ so Witte und er würde sich freuen, wenn sich weitere Unterstützer der CDU-Arbeit vor Ort anschließen.
Nach den Benennungen der Kandidaten und der Reserveliste vermittelte Robert Everwand, der erneut für den Wahlkreis 26 als Kreistagskandidat antreten möchte, einen Einblick in die Arbeit der Kreistagsfraktion. Viele Dinge werden von dort angeschoben, die vor Ort teilweise nur wenig wahrgenommen würden. Insbesondere bei der Infrastruktur, bei der Einrichtung von Kitas, im touristischen Bereich, Verkehrsthemen und der Wirtschaftsförderung leiste der Kreis wichtige Vor- und Begleitarbeiten für die Politik und Verwaltung vor Ort. Gerne möchte er dieses auch in der nächsten Periode für die Stadt Hörstel umsetzen, so Everwand und bekam dafür auch die volle Unterstützung der Versammlung.
In der Folge konnten noch im Rückblick und im Ausblick auf die nächste Wahlperiode ein Abriss der „Bevergerner Themen“ diskutiert werden. Vorrangiges Ziel, neben weiteren Punkten, ist die Entwicklung von Wohnbauland und barrierefreiem Wohnraum, die Möglichkeit der wirtschaftlichen Entwicklung der örtlichen Betriebe, ein nachhaltiges Verkehrskonzept im Ortskern, weitere Umsetzung des Altstadtrundganges, die enge Begleitung des Schleusenneubaus, sichere Schulwege, Querungshilfe Westfalenstraße, Überplanung des Geländes rund um das alte Feuerwehrhaus, die Unterstützung von Vereinen, Jugendarbeit und Ehrenamt. Besonders sei noch auf die ausstehende Entwicklung der Antonius Grundschule zu achten, wo die CDU seit letztem Jahr im intensiven Dialog stehe, aus dem Vorschlag des Planungsbüros eine Kombinationslösung zu entwickeln, die Schulaula und Mehrzweckraum für sportliche Aktivitäten kombinieren könne. Ebenfalls gelte es, die Planungen vom FC Stella in Bezug auf die Entwicklung der Sportstätten weiter zu stützen.
Alt-Bürgermeister Heinz Hüppe konnte hier noch wertvolle Tipps, insbesondere in Bezug auf die Grundstückspolitik, mit auf den Weg geben und dem Vorstand bestätigen, auf dem richtigen Weg zu sein.
Ortsvorsteher Thorsten Löchte machte noch einmal deutlich, worauf es beim jüngsten Konzept der Innenverdichtung in der Bevergerner Altstadt ankomme. „Wir wollen das auf jeden Fall anpacken, allerdings auch nicht um jeden Preis. Wir haben hier Verantwortung für alle Bevergernerinnen und Bevergerner, besonders mit Blick auf die direkte Anbindung an die Altstadt. Hier sind wichtige Aspekte abzuwägen, was wir im Gespräch seit letztem Sommer gerne getan hätten. Leider redet die Verwaltungsspitze mit vielen Leuten, nur mit uns nicht, das ist sehr schade“. Bereits im Sommer 2019 habe man eine Ausarbeitung zu den Vorstellungen der Verwaltung mit Unterstützung einer Stadtplanerin erstellt. Leider habe die Verwaltungsspitze daraufhin bis heute kein Gesprächsangebot gemacht und nun solle der Plan, der die Inhalte und Vorschläge der CDU Bevergern kaum berücksichtigt, direkt in die Umsetzung gehen. Deshalb werde er sich bemühen, das Gespräch dazu mit allen Fraktionen zu suchen, was ja eigentlich Aufgabe der Verwaltung gewesen sei.
Zum Wahlkampf erklärte Witte in seiner Doppelfunktion als Vorsitzender und Bürgermeisterkandidat die geplanten Aktivitäten. Derzeit laufe vieles im Online-Bereich. Auf Facebook werden hohe Kontaktzahlen erreicht, die Kandidaten-Homepage erfreue sich insbesondere seit dem Pfingst-Flyer einer regen Aufrufzahl und die Stimmung und das Feedback sei überaus positiv. Weitere Aktivitäten sollen folgen, die „Corona-konform“ geplant und umgesetzt werden. Geredet worden sei in den letzten Jahren nun genug, es würde Zeit das wieder das Handeln im Fokus stehe. Witte dazu in Analogie zum Grönemeyer-Song: „Es wird Zeit, das sich was dreht“ und machte dabei deutlich, wie sehr ihm diese Dinge am Herzen liegen und er hart dafür arbeiten werde, diese auch als Bürgermeister in die Umsetzung zu bringen. „Bislang laufe es ganz prima“. Die Themen, die er anspreche, würden breit diskutiert. Er spüre eine Aufbruchstimmung in der Luft, genug des Redens, hin zum Handeln. Zeit für einen Wechsel an der Verwaltungsspitze.
Wahlbezirke:
1 – Bevergern Ost - Direktkandidat: Andreas Witte, Vertreterin: Karin Growe
2 – Bevergern Süd - Direktkandidat: Daniel Güttler, Vertreter: Marcel Schaff
3 – Bevergern West - Direktkandidat: Thorsten Löchte, Vertreter: Steffen Thiemann
4 – Bevergern Nord - Direktkandidat: Heinz-Josef Reckers, Vertreter: Holger Bosch
Stellvertreter im Wahlkreis 26 für den Kreistag: Andre Eggemann

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