Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende, Weihnachten steht direkt vor der Tür und gemischte Gefühle begleiten uns.
Und ja, es ist auch so, 2020 war ein ungewöhnliches Jahr. So etwas waren und sind wir nicht gewohnt.
Aber was bedeutet es, wenn wir etwas nicht gewohnt sind? Ist es deswegen schlecht?
- kein Urlaub wie sonst üblich
- keine Party´s und Feierlichkeiten, wie wir es gewohnt waren.
- kein Shopping, kein Fitnessstudio, kein Restaurantbesuch wie sonst.
- … schnell fällt einem da ganz viel ein, was auf den ersten Blick alles so unzureichend gelaufen ist in diesem Jahr.
Doch was bedeuten die Dinge, wenn man sie aus anderer Perspektive betrachtet? Verbergen sich nicht vielfach auch Wünsche der Vergangenheit in den aktuellen Einschränkungen?
- weniger Termine… haben wir uns das in der Vergangenheit nicht manchmal gewünscht?
- mehr Zeit mit der Familie, den Kindern… wollten wir doch immer schon umsetzen...
- mehr Zeit zu Hause zu sein, statt von einem Termin zum anderen zu hetzen …
- viel Gesundheit zu wünschen und selbst etwas dafür zu tun...

Waren das alles nicht oft nur Floskeln, die wir dann doch nicht umgesetzt haben, weil wir uns so eingerichtet hatten?
Corona zwingt uns nun zum Um- und Nachdenken.
Unterm Strich bleibt, es war ein ungewöhnliches Jahr. Aber aus manchem Blickwinkel heraus betrachtet eben auch ein Jahr mit Chancen, die in der Vergangenheit viel zu oft unseren Gewohnheiten zum Opfer gefallen sind.
Einige haben dank der Gemeinschaft, in der sie eingebettet sind, vieles zu verdanken, dass sie weiter arbeiten konnten, das vielfältige Möglichkeiten der Arbeitsgestaltung geschaffen wurden, dass es finanziell kaum Einbußen gab, dass soziale Kontakte vorhanden waren (zwar technisch geprägt), dass es gegenseitige Unterstützung gab.
Andere wiederum hatten von alledem wenig bis nichts, Kurzarbeit, Einsamkeit, Krankheit, Ängste.
Dieses gilt es bewusst wahrzunehmen und zu helfen, wo es geht.
Insgesamt ist die Situation allerdings auch die Chance, all das zu ergreifen, was wir in der Vergangenheit oft zu wenig hatten – in aller erster Linie die Möglichkeit, sich Zeit zu nehmen, für sich und die Mitmenschen.
Es liegt viel an jedem selbst, aus welcher Perspektive man die Dinge betrachtet.
Wir wünschen Allen, dass jeder eine Perspektive finden kann, in der Chancen und Möglichkeiten vorhanden sind, oft dort, wo wir fast schon vergessen haben, dass genau das unsere Wünsche der Vergangenheit waren.
Nutzen wir die Chancen, die das Hier und Jetzt (gezwungenermaßen) mit sich bringt. Wer weiß, wann wir sie wieder so vorfinden werden.

Und nun bleibt uns noch, Euch allen ein frohes, entspanntes und in jeder Hinsicht besonderes Weihnachtsfest zu wünschen. Für das neue Jahr natürlich über allem Gesundheit, allerdings auch Wertschätzung, Aufrichtigkeit bei dem, was ihr tut, positive Anspannung und ausreichend Zeiten für Entspannung und viel Zeit für die Dinge und die Menschen, die Euch wirklich berühren.

Beachtet dabei bitte alle die Vorgaben der Regierung und haltet die Kontaktbeschränkungen über die Feiertage ein. Es ist schwer, aber die aktuelle Situation fordert von uns, auf diesem Wege die Schwächsten zu schützen und das Gesundheitswesen nicht ans Limit zu führen.

Im neuen Jahr freuen wir uns wieder auf viele persönliche Begegnungen und Kontakte.

Frohes Fest und guten Rutsch in ein gesundes und buntes 2021!

Euer CDU Stadtverband Hörstel

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